Der Abend mit Filmprojektion und Diskussion begleitet die Ausstellung der Künstlerin Andrea Wanko. In ihrem Projekt öffnet sie ihre eigene Familiengeschichte, die mit tschechisch-deutschen Wurzeln, dem Nationalsozialismus und den Nachkriegsereignissen in Brünn verbunden ist – Themen, über die in ihrer Familie lange geschwiegen wurde. Im Laufe des Abends zeigen wir Ausschnitte aus dem entstehenden Dokumentarfilm, der im Rahmen des einjährigen Projekts realisiert wird. Gemeinsam mit der Künstlerin Andrea Wanko und der Therapeutin Šárka Weberová sprechen wir über familiäre und kollektive Traumata, über Erinnerung und darüber, was das Bewusstsein von Schuld oder Schmerz „in den familiären Wurzeln“ mit einem Menschen machen kann. Die Diskussion moderieren die Geschäftsführerin des Festivals Meeting Brno Veronika Smyslová und die Kuratorin der Ausstellung Markéta Brhlíková.
Programm des Abends:
19:00 Eröffnung der Ausstellung auf dem Moravské náměstí vor der St.-Thomas-Kirche
19:30 Diskussion mit Filmprojektion, Scalka, Scala Foyer
Die Ausstellung geht von der persönlichen Erfahrung der Künstlerin Andrea Wanko aus, die sich entschieden hat, ihre eigene Familiengeschichte zu öffnen, die mit tschechisch-deutschen Wurzeln, dem Nationalsozialismus und den Nachkriegsereignissen in Brünn verbunden ist. Ein Thema, das in ihrer Familie lange mit Schweigen und Angst verbunden war, wird zum Ausgangspunkt einer Reise zu sich selbst und zu einem besseren Verständnis der historischen Zusammenhänge. In welchem Maß prägen die Erfahrungen unserer Vorfahren unsere Persönlichkeit und unser Erleben? Andrea entscheidet sich, die Angst hinter sich zu lassen und erstmals aktiv in die komplexe Geschichte ihrer Familie einzutreten. Durch Therapie, spirituelle Begleitung, künstlerisches Arbeiten, Recherchen in Archiven, Gespräche mit Zeitzeugen und die Rückkehr zu Erinnerungsorten untersucht sie nach und nach, wie sich unbewältigte Geschichte in Identität, Beziehungen und im alltäglichen Erleben widerspiegelt. Das Projekt öffnet das tschechisch-deutsche Thema durch eine konkrete menschliche Geschichte und gibt der Komplexität der Vergangenheit Raum, ohne Vereinfachungen und moralische Zuschreibungen. Die Ausstellung ist bis zum 30. 6. 2026 auf dem Moravské náměstí zu sehen.

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