Mi 27.05.2026
19:00
Muzeum romské kultury
Segregation im Schulwesen ist nicht nur ein Fachbegriff – es sind konkrete Klassen, konkrete Schulen und konkrete Kinder, deren Start ins Leben dadurch geprägt wird. In Brünn kehren wir immer wieder zu diesem Thema zurück: Ist es eine „natürliche Folge“ der freien Schulwahl – oder ein Problem, das man lösen kann und muss? Und wenn ja, wie – ohne Floskeln und ohne die Verantwortung zwischen Schulen, Trägern und Eltern hin- und herzuschieben?
In der Diskussion öffnen wir die Frage, wie Inklusion in der Praxis funktioniert – und wann sie im Gegenteil Unterschiede vertiefen kann. Wir sprechen über die Konzentration sozial benachteiligter Schüler an bestimmten Schulen und über die Auswirkungen auf Kinder, Lehrkräfte und das gesamte Umfeld. Ebenso interessieren uns konkrete Instrumente, die Brünn zur Verfügung stehen, sowie Veränderungen, die tatsächlich realistisch sind.
Es diskutiert Klára Laurenčíková Šimáčková, die sich seit Langem dem Schutz der Kinderrechte und Fragen des gleichberechtigten Zugangs zur Bildung widmet. Zdeněk Lichtneger bringt die Perspektive aus der Leitung der Grundschule Křenová ein – einer Schule, die täglich mit einer vielfältigen Schülerschaft arbeitet und mit dem, was Inklusion „in der Praxis“ bedeutet. Martin Glogar, stellvertretender Bürgermeister des Stadtteils Brno-sever mit Zuständigkeit für Bildung, ergänzt die Perspektive des Trägers: was Stadt und Stadtteil gestalten können (und was nicht) und welche Schritte politisch wie organisatorisch umsetzbar sind. Die Diskussion moderiert Bob Kartous, der sich langfristig mit Bildungspolitik und der öffentlichen Debatte über Schule beschäftigt.
In Zusammenarbeit mit dem Museum der Roma-Kultur.
