Di 26.05.2026
17:30
Arnoldova vila
Das Zuhause in sich ist nicht nur ein Ort, in den wir hineingeboren wurden. Oft ist es ein Ort, den wir erst erschaffen – Tag für Tag, Entscheidung für Entscheidung. Manchmal bedeutet das, zu lernen, freundlich zu sich selbst zu sein, gerade wenn alles auseinanderfällt. Und manchmal auch, laut auszusprechen, wer wir sind – selbst wenn es etwas kostet.
Genau von hier aus geht auch diese partizipative Diskussion aus. Eliška Mynářová ist eine trans Frau, Therapeutin und Coach. Ihre Perspektive verbindet persönliche Erfahrung mit der praktischen Arbeit mit Menschen: was uns hilft, Unsicherheit auszuhalten, wie wir innere Stabilität aufbauen und wie wir zu ihr zurückfinden können, wenn die äußere Welt ins Wanken gerät. Gemeinsam mit der Moderatorin Karolína Štorková eröffnet sie einen sicheren Raum für Austausch und gemeinsames Suchen.
Die trans Erfahrung macht oft sehr deutlich sichtbar, was es bedeutet, ein Zuhause zu suchen: im eigenen Körper, der lange fremd wirken kann, in der Sprache, in der wir nach Worten suchen, die uns wirklich benennen, und in einer Gemeinschaft, in der wir so gesehen werden wollen, wie wir wirklich sind. Und letztlich vor allem in uns selbst – an dem Ort, der uns trägt, wenn das Umfeld ins Wanken gerät.
Gemeinsam kehren wir zum Thema Selbstmitgefühl und innerer Freundlichkeit zurück: nicht als „Self-Care“-Schlagwort, sondern als Grundlage, von der aus wir nach außen gehen und zu der wir zugleich zurückkehren können. Vielleicht können wir nicht beeinflussen, wie sich unsere Umgebung verhält – aber wir können Wege finden, uns selbst nicht zu verlassen. Das Publikum wird durch einen Fragebogen und eine offene Diskussion einbezogen. Wir werden teilen, suchen und benennen, was für uns ein inneres Zuhause bedeutet – und wie ein Weg zu sich selbst aussehen kann, der nicht idealisiert, sondern wirklich gelebt ist.
