So 31.05.2026

19:00

Arnoldova vila

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Zwischenlandung

Pavel Molek

Zwischenlandung

Regie: Michal Moravec

Auf dem Weg von Kalkutta nach Rom hat ein Flug der Scandinavian Airlines einen planmäßigen Zwischenstopp in Tel Aviv. Unter den Passagieren befindet sich diesmal auch der frühere Präsident der Reichsbank Hjalmar Schacht, ein Mann, den man einst „Hitlers Bankier“ nannte. Wir schreiben das Jahr 1951. Und Schacht wäre lieber irgendwo sonst auf der Welt – nur nicht in Israel. Aus einer Stunde Warten in einem Flughafencafé wird ein spannendes Drama um Schachts Leben. Denn erkannt wird er nicht nur von dem Kellner David, der als Jude Jahre in Konzentrationslagern verbracht hat, sondern auch von Friederike Brecher, einer Jüdin aus Prostějov, und beide wollen Schacht den israelischen Behörden ausliefern. Schacht verteidigt sich damit, dass er versucht habe, Hitlers Politik zu mäßigen – und dass er seit 1939 keine Ämter mehr bekleidet habe.

Zwischenlandung ist ein packendes Stück über Schuld, Vergebung, Gerechtigkeit, aber auch darüber, wie wir unseren eigenen Traumata begegnen. Jedes Wort kann darüber entscheiden, ob Friederike und David Schacht weiterfliegen lassen oder ihn in eine Zelle in Tel Aviv schicken. Wie werden sie sich entscheiden?

Pavel Molek – vor allem als Autor von Hörspielen bekannt – hat sich in den letzten Jahren auch als Dramatiker deutlich profiliert. Die Inszenierung seines Stücks Monument für Hradiště, das nach dem Abschluss des Münchner Abkommens spielt, wurde für den Mark Ravenhill Award nominiert. Pavel Molek ist ein beliebter Dozent an der Juristischen Fakultät der Masaryk-Universität und Autor einer Reihe anerkannter wissenschaftlicher Monographien.

In Zusammenarbeit mit dem Museum der Stadt Brünn und der Arnold-Villa.

Der Vorverkauf beginnt in Kürze.