Gedenken an die Opfer der Jahre 1939 – 1945

30. 6. 2020
Am 29. 6. 2020 haben wir gemeinsam mit dem deutschen Botschafter Christoph Israng der Opfer der Jahre 1939 – 1945 im Kaunitz-Kolleg und am Mendelplatz gedacht. Auch beim diesjährigen Festival werden wir an dieses dunkle Kapitel der Geschichte am 11. September im Kaunitz-Kolleg und am 12. September mit dem Versöhnungsmarsch erinnern.

Programmbroschüre 2020

18. 6. 2020
Schauen Sie sich die Programmbroschüre des Festivals 2020 an!

Brünnlitz die Geschichte der berühmten Fabrik geht weiter

10. 6. 2020
“Ich bin überaus dankbar dafür, daß sich die Familie Löw-Beer und die Komunität von Lokalbewohnern um die Fabrik in Brünnlitz, wo mehr als 1200 Juden von der Schindlers Liste gerettet wurden, verbunden haben," erklärte sich Liam Neeson, der Darsteller vom Oskar Schindler im Spielbergs Film.

Auch Sie werden während des ersten Teils vom Meeting Brno, genauer gesagt am 5. September 2020, die Möglichkeit haben, das Areal der früheren Fabrik in Brünnlitz zu besuchen, durch das Sie der Enkel der ehemaligen Eigentümer und der heutige Eigentümer des Areals Daniel Low Beer durchführen wird. Weitere Details und die Möglichkeit, die Tickets auf dieses vereinzelte Event zu kaufen, können Sie bald erwarten!

Der bescheidene Pilgerweg der Versöhnung

5. 6. 2020
Während der pietätvollen Begegnung in Postoloprty haben wir die Opfer vom Nachkriegsmassaker ins Gedächtnis gerufen, das vor 75 Jahren geschehen ist.

Am 4. Juni 1945 wurden hier mindestens 763 deutschsprachige Bewohner der Tschechoslowakei abgeschossen. Schauen Sie sich die Fotos an.

Horst Morawek – die Erinnerung

31. 5. 2020
„Den letzten Film in Brünn habe ich im Kino Edison auf Dornych gesehen, Vlasta Burian hat gerade gespielt,” erinnert sich Horst Morawek, der in Brünn von seiner Geburt im Jahr 1924 bis zum Anfang des zweiten Weltkriegs gelebt hat. Bis heute steht ihm zum Beispiel vor Augen, wie er auf dem Weg zur Schule mit heruntergefallenen Sakura-Blüten auf der Hus-Gasse spielte oder wie er den Nikolaustag bei tschechischen Nachbarn verbrachte.

Horsts Frau Florentine war unter denen, die vom 30. bis zum 31. Mai 1945 den sogenannten Brünner Todesmarsch gegangen sind. So wurde genau vor 75 Jahren ein wesentlicher Teil der deutschsprachigen Bevölkerung Brünns ausgesiedelt.

Horst Morawek ist trotzdem nicht verbittert und auch nach einem langjährigen Leben in Deutschland fühlt er sich immer noch in Brünn zu Hause. „Je älter ich werde, desto größer wird mein Heimweh,” sagt er im Zusammenhang mit seiner Heimatstadt und freut sich auf den diesjährigen Versöhnungsmarsch, der am 12. September stattfinden wird. Wir freuen uns auf ihn und unsere weiteren Freunde nicht nur aus der Ackermann-GemeindeSudetendeutsche LandsmannschaftSeliger Gemeinde

 

 

 Neuer Festivaltermin

28. 4. 2020
Auch uns blieb aufgrund der aktuellen Umstände nichts anderes übrig, als das Festival auf einen späteren Termin zu verschieben. Aber keine Angst! Sie bekommen die volle Ladung Meeting Brno. Es wird in zwei Teilen stattfinden:

20.-25. Juli

3.-14. September

Freuen Sie sich auf die Pecha Kucha Night, die den Erinnerungsprojekten gewidmet ist, auf die Talkshow #husitkatolik, eine Premiere des Theaters Feste, einen Spaziergang auf den Spuren Kurt Gödels, auf Treffen mit den Mitgliedern der Familie Tugendhat und Löw-Beer und auf den Versöhnungsmarsch, der dieses Jahr am 12. September stattfinden wird.

Einzelheiten folgen bald!

Frohe Ostern!

12. 4. 2020
Meeting Brno wünscht Ihnen schöne Feiertage – auch ohne den traditionellen Osterumzug! Apropos Ostern … Wir möchten eine schöne Erinnerung mit Ihnen teilen: Unsere Kollegin Martina Viktorie Kopecká und unser Kollege David Macek trafen dieses Jahr am Aschermittwoch als Mitglieder der tschechischen ökumenischen Delegation Papst Franziskus.

Sie überreichten dem Heiligen Vater ein Buch über Josef Toufar und Václav Havel auf Italienisch.

„Der Papst ermutigte uns, im Geiste der Nächstenliebe alte Konflikte zu lösen“, erinnert sich David Macek an das Treffen.

Sich nicht fürchten

31. 3. 2020 
„Derzeit befinden wir uns in einer unbekannten, außergewöhnlichen Situation. Wir lernen wieder, anderen und uns selbst zu vertrauen. Die Realität stellt uns vor Umstände, vor denen wir Angst haben, sie rüttelt an unserem Glauben an den Sinn des Lebens. Mehr als sonst leben wir in der Gegenwart und werden uns der Werte bewusst, die wir in unserer Komfortzone und unserem Gefühl der Unbesiegbarkeit vernachlässigt haben. Wir kehren zurück zu den Grundfragen des Lebens. Um bestehen zu können, müssen wir Hoffnung suchen und finden, wie es uns Václav Havel vorlebte: Hoffnung, dass die Dinge Sinn ergeben – ohne dass man weiß, wie sie ausgehen“, so Martina Viktorie Kopecká, Pastorin und Präsidentin des Festivals Meeting Brno. Sie wird in der Sonderausgabe Sich nicht fürchten der Sendung Fokus VM zu Gast sein. Die Live-Übertragung aus dem Zentrum für zeitgenössische Kunst DOX läuft heute ab 20:05 auf ČT1.

/Foto Robert Tichý für die Zeitschrift Moje psychologie

Tritt hervor

30. 3. 2020 
Das Motto des diesjährigen Festivals Meeting Brno lautet Tritt hervor. Wir wollen thematisieren, wie wichtig es ist, die eigene Vergangenheit zu verarbeiten, um Herausforderungen der Gegenwart annehmen zu können. Dabei sollen einige herausragende Projekte der Erinnerung vorgestellt werden, die in und um Brno entstehen und die an inspirierende Geschichten großer Brünner Persönlichkeiten erinnern, die in Vergessenheit geraten sind.

Noch vor einem Monat haben wir uns nicht träumen lassen, in welcher Situation wir uns wiederfinden werden. Aktuell halten wir am geplanten Termin des Festivals ab dem 22. Mai 2020 fest, doch bislang ist nicht klar, inwieweit wir unsere Pläne werden ändern müssen. Wir bitten Sie um Geduld, bald wissen wir hoffentlich mehr. Wir wünschen Ihnen einen klaren Kopf und viel Gesundheit!

Martina Viktorie Kopecká ist Präsidentin des „Versöhnungsfestivals“ Meeting Brno.

25. 2. 2020
Die charismatische hussitische Pastorin Martina Viktorie Kopecká aus der Genfer Leitung des Ökumenischen Rates der Kirchen, die sich als einzige geweihte Frau auf Einladung des Papstes Franziskus in der Vergangenheit an der Bischofssynode im Vatikan beteiligte, übernimmt die Leitung des „Versöhnungsfestivals“ Meeting Brno.

Als Vorsitzende der Jugendkommission des Ökumenischen Rates der Kirchen komme ich an Orte, die von Leiden, Spaltung und offenen Konflikten geprägt sind – von Kolumbien über die Flüchtlingslager in Jordanien bis zur entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Beim Treffen des Brünner Festivals, das als Ergebnis des tschechisch-deutschen Jahres der Versöhnung 2015 einen interkulturellen, ökumenischen und interreligiösen Dialog auf originelle Weise entwickelt, finde ich seit meinem Engagement im letzten Jahr die Plattform, die unser Land zu diesem Zeitpunkt braucht“, sagte die 33-jährige Pastorin. „Die Brünner Methode der Versöhnung, die auf einer gemeinsamen Reise und neuen Berührungen alter historischer Traumata basiert, ist sowohl international als auch in Nordböhmen äußerst inspirierend “, ergänzte Kopecká, die aus Laun (Louny) stammt, in dessen Umgebung es 1945 mit dem „Postelberger Massaker“ zu ähnlichen Gräueltaten gekommen ist wie in Südmähren.

Im Rahmen der Wander- Talkshow #husitkatolik stellen Martina Viktorie Kopecká und David Macek – der Initiator und Vizepräsident des Festivals – die Themen vor, mit denen sich Meeting Brno langfristig beschäftigt. Das Leitthema des heurigen Programms stellt auch der Vaclav Havels Essay „Die macht der Machtlosen“ dar, um das herum das letzte Jahr in Italien eine im Rahmen vom Rimini-Meeting erfolgende Ausstellung aufgeführt wurde. Diese Veranstaltung erweckte große Aufmerksamkeit beim internationalen Publikum und nachfolgend wurde sie in mehrere Sprachen übersetzt. 2020 kommt die Ausstellung, deren Thema das lebendige Václav Havels Vermächtnis darstellt, auch zum Meeting Brno im Mai und im Juni wird sie anschließend auch in den Gärten des Prager Palais Wallenstein, dem Sitz des tschechischen Senats, zu sehen: Ihr Anliegen sei es – um mit Václav Havel zu sprechen – angesichts scheinbar unerschütterlichen Mächten zum „Leben in der Wahrheit“ einzuladen.

Martina Viktorie Kopecká dient als Pastorin der Tschechoslowakischen hussitischen Kirche. Durch ihr Wirken weist sie auf spirituales Übergreifen im Alltag hin. Sie ist Patronin des Vereins, das zum tschechischen Leader im Bereich des Unterrichten von Finanzkompetenz sowie des Begleitens junger Leute aus Erziehungsanstalten in den ersten Jahren ihrer selbstständigen Existenz wurde. Sie wird im Bestseller „Velké ženy z malé země“ („Große Frauen aus kleinem Land“) zu den 33 bedeutendsten tschechischen Frauen gezählt. Ebenso ist sie Botschafterin der Managerplattform Všem ženám (Allen Frauen).

Meeting Brno findet dieses Jahr vom 22. bis 31. Mai zum fünften Mal statt. Das Festival ist vom Versöhnungsjahr ausgegangen, das 2015 Petr Kalousek, der heutige Direktor von Meeting Brno initiierte. Die Stadt Brünn erklärte damals offiziell seine Reue über die wilde Abschiebung der deutschsprachigen Bevölkerung: (Deklaration zur Versöhnung und einer gemeinsamen Zukunft, Brno 2015). Eines der bedeutendsten Momente in der Festivalgeschichte bildete die Begegnung von 110 Mitgliedern der ursprünglich Brünner Familien Tugendhat, Löw-Beer und Stiassni, die eine neue Etappe der Zusammenarbeit eröffnete.

Für den Jahrgang 2020 wird es neben der Havel-Ausstellung auch eine Veranstaltung in der Arnold-Villa, wo Teile der Familien Tugendhat und Löw-Beer lebten, geben. Auf dem Programm steht auch ein Event in Mendels Gewächshaus, in dem die ersten Entdeckungen der Genetik gemacht wurden, sowie die Vorführung von „Schindlers Liste“ in Brněnec (Brünnlitz) selbst, in einer ehemaligen Fabrik, in der Daniel Löw-Beer mit seiner Stiftung ein großes Denkmal errichtet.

We remember

27. 1. 2020 
Get it all on record now – get the films – get the witnesses – because somewhere down the road of history some bastard will get up and say that this never happened“, sagte angeblich der amerikanische General Dwight D. Eisenhower im Jahr 1945 beim Anblick des menschlichen Elends in einem der deutschen Konzentrationslager. Dieses Jahr begehen wir den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ebenfalls im Mai 1945 erreichte die Rote Armee Brněnec im Kreis Svitavy. Dort befand sich die Fabrik von Oskar Schindler, der im Krieg mehr als 1000 Juden vor dem sicheren Tod gerettet hatte. Im Rahmen von Meeting Brno 2020 erinnern wir direkt in der ehemaligen Fabrik an die Geschichte dieses Ortes. #weremember

Internationale Auszeichnung EFFE 2019/2020

22. 10. 2019
Es ist uns eine große Ehre, zu den 26 tschechischen Festivals gehören zu dürfen, die die europäische Auszeichnung EFFE 2019-2020 erhalten haben. Dabei handelt es sich um ein europäisches Gütesiegel, das alle zwei Jahre von der European Festivals Association (EFA) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament vergeben wird. Meeting Brno freut sich sehr und ist für die nächsten Festivaljahrgänge äußerst motiviert. Wir bedanken uns bei Culture Matters für die erfolgreiche Antragstellung.

Andere ausgezeichnete Festivals sind beispielsweise der Prager Frühling, Khamoro, das Tanzfestival Prag, Letní Letná, Cirkulum, Malá inventura, das Outdoorfilmfestival, Theatrum Kuks, KoresponDance und das Flora Theaterfestival.

Die Kurt-Gödel-Gasse

29. 8. 2019 
Seit dem 29.8.2019 gibt es in Brünn die Kurt-Gödel-Gasse – sie verbindet die Straßen Pekařská und Husova. Wir freuen uns über die Erinnerung an den gebürtigen Brünner und danken der Sternwarte und dem Planetarium Brünn sowie der Kurt-Gödel-Gesellschaft für die Initiative! Kurt Gödel war einer der bedeutendsten Logiker aller Zeiten und Freund Albert Einsteins. Er stammte aus der Familie eines Brünner Textilfabrikdirektors, besuchte in Brünn das Gymnasium, fing ebenfalls in Brünn an zu studieren und setzte anschließend seine Studien in Wien fort.

Abschlussvideo

25. 6. 2019
>> Anbei das Video zum 4. Jahrgang des Festivals Meeting Brno 2019! << Wir möchten uns noch einmal herzlich bei allen Teilnehmern bedanken und freuen uns auf ein Wiedersehen in einem Jahr! Video.

Horst Morawek - die Erinnerung