Home Events сустрэчы [suhßtretschi] – зустрічі [suhßtritschi] – Begegnung mit belarussischer und ukrainischer Kultur

сустрэчы [suhßtretschi] – зустрічі [suhßtritschi] – Begegnung mit belarussischer und ukrainischer Kultur

Belarussische Draniki, ukrainische Vareniki und tschechisches Bier. Passt das überhaupt zusammen? Was haben wir gemeinsam, und worin besteht die Eigenartigkeit der Kulturen von Belarus und der Ukraine? Das Treffen im Garten der Augustinerabtei bietet die Gelegenheit, mehr über diese beiden Länder zu erfahren, als es aus knappen Medienberichten möglich ist. 

Partner der Veranstaltung: das Konsulat von Ukraine in Brünn, die Botschaft der unabhängigen belarussischen Kultur, das Zentrum für Ausländer ⃰ innen der Südmährischen Region, die Stadtverwaltung Brünn, die Jiri-Mahen-Bibliothek in Brünn, das Ukrainische Institut, Ukrainer, Izhakultura und planetabelarus.by.

 Programm von 16 bis 21 Uhr:

– Imbiss mit traditionellen ukrainischen und belarussischen Speisen
– Projektion thematischer Dokumentarfilme
– Fotoprojektion
– Workshops für Kinder und Erwachsene
– 17:00 Gespräch zwischen dem Historiker Radomir Mokryk und der Ukrainistin Lenka Víchová
– 18:00 Podiumsdiskussion Die Banderisten
– 19:30 Podiumsdiskussion der Botschaft der unabhängigen belarussischen Kultur

Auf dem Programm steht eine musikalische Darbietung von Aliaksandr Yasinski. Aliaksandr Yasinski ist ein Akkordeonist und Komponist, der mit verschiedenen Stilen und Genres experimentiert. Er wurde in Baranavichy, Belarus, geboren und lebt seit 2011 in Prag.

CS/UK
17:00

Interview mit der Ukrainistin Lenka Víchová

Lenka Víchová spezialisiert sich auf die zeitgenössische ukrainische Geschichte. Sie ist die Redakteurin der Zeitschrift Ukrajinský žurnál (Ukrainisches Journal). Das Interview wird von Radomyr Mokryk, Historiker am Institut für osteuropäische Studien der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität, geführt.

CS/UK
18:00

Banderisten

Das Thema der sogenannten Banderisten gehört zu einem der umstrittensten in der ukrainischen Geschichte. Es ist nicht nur in den fachlichen Debatten der Historiker ⃰ innen, sondern auch in der Welt der Politik immer noch lebendig. Die schwierige Geschichte und die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs stellen eine Quelle bestimmter Spannungen in den heutigen ukrainisch-polnischen Beziehungen dar. Sie finden oft ihren Weg in die tschechischen Medien und das Erbe dieser nationalistischen Bewegung der Zwischenkriegszeit in der Ukraine ist Gegenstand hitziger Debatten in der Ukraine selbst. Ins tschechisch-slowakische Bewusstsein gelangte die Bewegung vor allem in den späten 1940er und 1950er Jahren, als sie oft im Interesse der Propagandaziele des kommunistischen Regimes missinterpretiert wurde. Eine Reihe der Mythen, die sich um die sogenannten Banderisten ranken, haben sich bis heute gehalten. Warum ist die Bewegung gerade in der Westukraine und zu dieser Zeit entstanden? Handelte es sich um Kollaborateure mit den Nazis? Oder um eine Befreiungsbewegung der Ukrainer? Und wer war eigentlich Stepan Bandera, mit dessen Namen die Mitglieder der Ukrainischen Aufständischen Armee manchmal bezeichnet werden? In welcher Art und Weise beeinflusst das Narrativ über diese Bewegung die ukrainische Politik und internationale Beziehungen? Die Antworten auf diese Fragen suchen in einer Debatte der Historiker Radomyr Mokryk vom Institut für osteuropäische Studien der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität und der Historiker Tomáš Řepa von der Universität für Verteidigung, Autor der Publikation Die Banderisten. 

CS/BE
19:30

Diskussionsforum der Botschaft der unabhängigen belarussischen Kultur

Im Herbst letzten Jahres wurde in Brünn die Botschaft der unabhängigen belarussischen Kultur mit dem Ziel gegründet, den kulturellen Austausch zu fördern und die Bekanntheit von Belarus zu erhöhen. Der Botschafter ist der Übersetzer Sjarhej Smatryčenka, der in Minsk aufgewachsen ist und seit zehn Jahren in Brünn lebt. Er lud drei Gäste aus verschiedenen Berufen zum Gespräch im Rahmen des Festivals Meeting Brno ein:

 Siarhiej Šupa − Polyglott und renommierter Übersetzer, Journalist für Radio Freies Europa. Er war einer der Aktivisten der belarussischen Wiedergeburtsbewegung am Ende der Sowjetära. Er gehörte zu den Mitbegründer ⃰ innen der belarussischen Kultzeitung Nascha Niva und bearbeitete das Archiv der Belarussischen Volksrepublik, deren Exilregierung während der Ersten Tschechoslowakischen Republik in Prag ansässig war.

Olga Žernosek − Ärztin, Absolventin der Staatlichen Medizinischen Universität Grodno. Seit 2013 arbeitet sie in der Tschechischen Republik und gehört zu den Mitbegründer ⃰ innen des Verbands ausländisch ausgebildeter Ärzt ⃰ innen Doktor Tschechow, der sich aktiv mit der Frage der Anerkennung der ausländischen Ausbildung von Ärzt ⃰ innen und nicht-medizinischen Mitarbeiter ⃰ innen im Gesundheitswesen beschäftigt. Der Verband beteiligte sich an der Umsetzung des medizinisch-humanitären Programms MEDEVAC der Tschechischen Republik.

Natallia Makovik − war in den späten 90er Jahren studentische Aktivistin in Belarus, wofür sie von der Universität Minsk exmatrikuliert wurde. Anschließend wurde sie im Rahmen eines tschechischen Hilfsprogramms zum Studium in der Tschechischen Republik aufgenommen. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zu der renommiertesten Expertin in der Tschechischen Republik für die kommerzielle Nutzung von Burgen und Schlössern, und zwar nicht nur in Tschechien, sondern in ganz Europa.

Die Veranstaltung findet in tschechischer Sprache statt.
Eintritt frei. Beschränkte Kapazität. Für das ganze Freitagsprogramm in der Abtei empfehlen wir eine Platzreservierung unten auf dieser Seite.

Datum

30.07.21
Expired!

Uhrzeit

16:00 - 21:00

Ort

Augustinerabtei
Mendlovo nám. 1