Der letzte Bahnsteig – Brünner Judentransporte

Der letzte Bahnsteig – Brünner Judentransporte

Erinnerung an ein Deportationskapitel im Holocaust-Räderwerk. Eine ortsspezifische Veranstaltung, die einen Fachkommentar der Historikerin Táňa Klementová mit einer Theatermontage der Regisseure Eva Lietavová und Pavel Strašák kombiniert.   

In der Meldung der Prager jüdischen Gemeinde für 1942 steht, dass in Böhmen und Mähren 3 503 Fahrräder, 2 036 Schreibmaschinen und 34 543 Pelze registriert und zur Verwendung bereitgestellt werden konnten. Jeder dieser Gegenstände hatte ursprünglich seinen Besitzer: einen Besitzer, dessen Identität amtlich als jüdisch bestimmt wurde. Einen Besitzer, dessen zerstörtes Leben durch eine weitere Tabelle angedeutet wird: die zahlenmäßige Erfassung der Juden unseres Landes im März 1939 und dann im Juni 1942. In Bezug auf den Brünner Bezirk erfährt man, dass von 14 910 jüdischen Einwohnern nur noch 855 Personen in diesem Bezirk lebten.
Am 27. Mai 1942 fuhr von Brünn der letzte große Transport aus diesem Bezirk nach Theresienstadt ab.

Die Veranstaltung findet in tschechischer Sprache statt.

Eintritt frei. Kapazität ist voll! Danke für Ihr Verständnis.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in Prag und mit finanzieller Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds statt.

19:00 Beginn auf tř. Kpt. Jaroše 3

Eine andere Topographie Brünns

Eine andere Topographie Brünns

Ein literarischer Spaziergang mit Texten von Robert Musil, Franz Schamann, Richard Schaukal, Karl Hans Strobl, Karl Wilhelm Fritsch, Guido Glück sowie Karl Kreisler.

Sieben kurze, im Brünner Stadtzentrum lokalisierbare Leseproben, sieben Standorte, an denen die literarischen Kostproben mit dem historisch-topographischen Kontext des jeweiligen Ortes illustriert werden. Den Spaziergang leiten Jan Budňák und Zdeněk Mareček, Autoren eines in Vorbereitung befindlichen Buches über Brünner deutschsprachige Schriftsteller.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturverein Region Brünn organisiert.

Die Veranstaltung findet in tschechischer Sprache statt.

Eintritt frei

17:00 Treffpunkt vor dem Mahen-Theater

Spaziergang – auf den Spuren von Kurt Gödel

Spaziergang – auf den Spuren von Kurt Gödel

Kurt Gödel – ein halb vergessener Brünner, einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts, Albert Einsteins Freund. Ein vielseitiger Wissenschaftler, dessen Entdeckung der Grenzen mechanischer Prozesse die Frühphasen der Computerentwicklung in der ersten Hälfte des 20. Jhs. grundsätzlich beeinflusste. Er untersuchte die Unendlichkeit in der Mathematik und im Zuge seiner Forschungen zum Phänomen „Zeit“ entdeckte er beim Lösen von Einsteins Gleichungen eine Möglichkeit zur Zeitreise in die Vergangenheit.
Der Spaziergang wird von Vertretern der Kurt-Gödel-Gesellschaft geleitet und beginnt vor der Villa, in der die Familie Gödel ab 1915 wohnte. Immer noch steht im Garten der Villa der ursprüngliche Altan, den wir uns gemeinsam mit der Gedächtnistafel ansehen. Von dort brechen wir zu Gödels Geburtshaus in Pekařská-Straße 5 auf, gehen durch die nach dem Mathematiker neu benannte Kurt-Gödel-Gasse. Dann setzt sich der Spaziergang durch den Park Studánka fort, in dem Gödel als Kind spielte, weiter bis zur Badeanstalt in der Kopečná-Straße, gegenüber dem Gebäude des einstigen Gymnasiums – diesen Weg ging der künftige Wissenschaftler acht Jahre täglich in die Schule.
Jeder Teilnehmer erhält eine Karte mit eingezeichneten Orten, die mit Gödels Brünner Leben verbunden sind.

In Zusammenarbeit mit der Kurt-Gödel-Gesellschaft und der Sternwarte und Planetarium Brünn

Eintritt frei. Beschränkte Kapazität. Reservierung mittels des Druckknopfes Book Event oben. Die Veranstaltung findet in tschechischer und englischer Sprache statt.

17:00 Treffpunkt vor der Villa Pellicova 8a