Festivalabschluss / Treffen im Garten der Villa Arnold

Treffen im Garten der Villa Arnold

Die Villa Arnold, ein verstecktes Art-Deco-Juwel in Nachbarschaft des Hauses Tugendhat, steht vor großen Veränderungen. Der Rettungsplan für die Wiederherstellung dieses Kulturdenkmals sieht die Errichtung eines Dialogzentrums vor, das der Laien- und Fachöffentlichkeit mit Interesse an der Architektur des 19. bis 21. Jahrhunderts dienen soll. Für das Zentrum ist auch ein künftiges Gartencafé geplant, das an diesem Tag von uns und unseren Gästen in Eigenregie betrieben wird. Zum Abschluss des Festivals laden wir Sie zu einem informellen Treffen mit in- und ausländischen Gästen des Festivals sowie seinen Organisatoren ein. Wir werden kleine Erfrischung anbieten, Beiträge der Gäste zur Bewirtung sind willkommen.

Das Muroň-Vrtek-Kobiela Jazz Trio wird auftreten, und in Zusammenarbeit mit dem Verein Kulturní centrum Josefa Arnolda werden Führungen durch die Villa während der gesamten Veranstaltung stattfinden.

Kommen Sie schon um 17 Uhr in die Villa Löw-Beer (Drobného 22) zu einem Treffen mit

Ivo Hamer, die ein neu entdecktes Fotoalbum des Hauses von Ernst Löw-Beer präsentieren wird.

In Zusammenarbeit mit dem Museum der Stadt Brünn und mit dem Verein Kulturní centrum Josefa Arnolda. 

18:0020:00
Garten der Villa Arnold, Eingang von der Straße Černopolní, neben dem Haus Nr. 47

Unbekanntes Album

Präsentation der neu entdeckten Fotodokumentation der Villa Ernst Löw-Beer 

Es geschehen immer wieder Wunder! Solch ein Wunder war auch der Augenblick, als die beiden Träger des Brünner Preises für internationale Zusammenarbeit, das Ehepaar Daniela Hammer-Tugendhat und Ivo Hammer, beim Festival Meeting Brno 2017 von ihren Verwandten aus der Familie Löw-Beer ein umfassendes weißes Album mit einer detaillierten Fotodokumentation der Brünner Villa in der Kalvodova-Straße 8 erhielten, des letzten Hauses, das sich die Familie in Brünn bauen ließ. Der Auftraggeber war Ernst Löw-Beer, ein Cousin von Grete Tugendhat, der Bauherrin des Hauses Tugendhat und Mutter von Daniela Hammer-Tugendhat. Über die Villa Ernst Löw-Beer sprechen der Architekturhistoriker Vladimír Šlapeta und der Konservator-Restaurator Ivo Hammer, die das erwähnte Album sowie die Umstände ihrer amerikanischen Vortragsreise vorstellen.

Beschränkte Kapazität. Reservierung unter meetingbrno.cz/reservierung.

Nach der Präsentation folgt ein informelles Treffen im Garten der Villa Arnold mit der Möglichkeit, die Villa zu besichtigen.

Die Veranstaltung findet in tschechischer und deutscher Sprache statt.

Eintritt frei. Die Kapazität der Veranstaltung ist voll.

Ortswechsel!
17:00 Villa Löw-Beer, Drobného 22

Gartenfest zu Ehren von Marie von Ebner-Eschenbach

Gartenfest zu Ehren von Marie von Ebner-Eschenbach

Anlässlich des 190. Geburtstages von Marie von Ebner-Eschenbach laden wir Sie zu einem Fest in der beeindruckenden Kulisse des Schlossparks in Zdislavice ein. 

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916), eine in Zdislavice bei Kroměříž geborene, in Tschechien fast unbekannte mährisch-österreichische Schriftstellerin, gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen AutorInnen des 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1900 wurde sie als erste Frau von der Universität Wien mit dem Ehrendoktortitel gewürdigt, und 1910 und 1911 für den Nobelpreis für Literatur nominiert.

Genau am Tag des Geburtstages der Schriftstellerin treffen sich in ihrem Heimatort zwei zeitgenössische Autorinnen, Pavla Horáková aus der Tschechischen Republik und Ursula Wiegele aus Österreich, zu einem Gespräch und einer Lesung. Das Treffen wird von Mojmír Jeřábek, dem Direktor des Tschechischen Zentrums Wien, moderiert.

Die Persönlichkeit von Marie von Ebner-Eschenbach wird von der Germanistin und führenden Expertin für ihre Arbeit, Dr. Eleonora Jeřábková, Ph.D. vorgestellt.
Der jetzige Besitzer Josef Gschwandtner (AT) wird über die Geschichte des Schlosses und die Pläne für dessen Wiederaufbau sprechen.

Pavla Horáková (*1974) ist Schriftstellerin, Literaturübersetzerin, Publizistin und Radio-Redakteurin. Seit ihren Studienjahren übersetzt sie Belletristik aus dem Englischen und Serbischen, mehrere Jahre lang arbeitete sie in der Auslandsredaktion des Tschechischen Rundfunks. Sie debütierte mit einer Detektivtrilogie für Kinder Hrobaříci. Mit Jiří Kamen stellte sie zwei Buchkompositionen zusammen, die tschechischen Teilnehmern des Ersten Weltkriegs gewidmet sind: Přišel befel od císaře pána (2015) und Zum Befehl, pane lajtnant (2018), die aus der Radioserie Polní pošta hervorgingen. 2018 veröffentlichte sie ihren ersten Roman für Erwachsene, Teorie podivnosti, für den sie 2019 den Preis Magnesia Litera gewann. Anfang 2020 verbrachte sie dank einem Kreativstipendium des österreichischen Außenministeriums in Wien. Hier arbeitete sie an einem Roman, der von den Erinnerungen ihrer Urgroßmutter inspiriert war, in deren Fußspuren die Autorin trat, als sie nach lang verschollenen Orten und Geschichten aus Urgroßmutters Wiener Jahren suchte.

Ursula Wiegele (*1963) wurde im Rahmen des Festivals Meeting Brno zu einem Schreibaufenthalt nach Brünn eingeladen, um hier an ihrem nächsten Buch weiterzuarbeiten. Der Roman führt in die vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück und wird – wie auch schon frühere Werke der österreichischen Autorin – einen Osteuropa-Bezug haben. Ursula Wiegele ist in Klagenfurt geboren und lebt seit 1993 in Graz. Nach dem Philosophiestudium in Österreich und Italien arbeitete sie als Lektorin, Schreibpädagogin und Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache. Neben Beiträgen in Anthologien und Literaturzeitschriften hat sie bisher vier Romane veröffentlicht: Cello, stromabwärts (Drava, 2011), Im Glasturm (Müry Salzmann, 2015), Was Augen hat und Ohren (Otto Müller Verlag, 2019), Arigato (Otto Müller Verlag, 2020).

Das Programm der Feierlichkeiten in Zdislavice bietet außerdem eine Theateraufführung des lokalen Amateurensembles, das zu diesem Anlass ein Stück von Marie von Ebner-Eschenbach einstudiert hat, sowie eine Führung durch eine Poster-Ausstellung über Maria von Ebner-Eschenbach unter der Leitung der Autoren Zuzana und Eugen Brikcius. Zur Besichtigung wird auch die bemerkenswerte klassizistische Gruft der Familie Dubský, die letzte Ruhestätte von Marie von Ebner-Eschenbach, zugänglich gemacht.

Das Programm findet in tschechischer und deutscher Sprache statt und wird gedolmetscht.

Eintrittspreis inklusive Fahrkarte: 150/100 CZK. Reservierungen auf der Webseite GoOut hier.
Im Eintrittspreis ist die Fahrkarte für den Sonderbus Brünn-Zdislavice und zurück inbegriffen. Begrenzte Buskapazität. 

Busabfahrt um 13:00 Uhr vom Janáček-Theater in der Straße Rooseveltova. Rückkehr um ca. 20:30 Uhr ebenda.

Eintrittspreis vor Ort ohne Busfahrkarte: 50 CZK.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Troubky-Zdislavice, dem Verein Czech National Trust, dem Tschechischen Zentrum Wien, dem Deutschen Kulturverein Region Brünn und dem Österreichischen Kulturforum Prag.

13:00–20:00 Zdislavice, Schlosspark

13:00 Uhr – Busabfahrt ab Janáček-Theater, Straße Rooseveltova

Deutsch-tschechischer Gottesdienst: „Vor wem sollte ich mich fürchten?“ (Psalm 27:1)

Deutsch-tschechischer Gottesdienst: „Vor wem sollte ich mich fürchten?“ (Psalm 27:1)

Wenn Menschen bedroht und verfolgt sind oder wenn sie unter erlebten Unrecht leiden, sind Christen in besonderer Weise herausgefordert. Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott gibt Gläubigen Zuversicht und Kraft für Zeugnisse der Nächstenliebe. Im Psalm 27 heißt es: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten?“

Tschechische und deutsche Christen haben sich im 20. Jahrhundert der Not der Bedrängten angenommen und Mut in schweren Zeiten bewiesen. Mit der seligen Schwester Restituta Kafka, Přemysl Pitter, P. Dr. Paulus Sladek und Kardinal Dr. Josef Beran wollen wir vier mutige Christen dieser Zeit mit ihrem Wirken und Glaubenszeugnis vorstellen. Der Wunsch nach Versöhnung wird durch das Nagelkreuz aus dem englischen Coventry zum Ausdruck kommen, das zu diesem Gottesdienst nach Brünn kommt.

Die Heilige Messe wird von P. Pavel Hověz aus der Pfarrei Brünn-Lesná und P. Klaus Oehrlein und P. Mons. Anton Otte. Musikalisch gestaltet wird sie vom chor aus der Pfarrei Brünn-Lesná.

Der Gottesdienst findet in Zusammenarbeit mit der Ackermann-Gemeinde mit tschechischen und deutschen Elementen statt.

10:00 Kirche der seligen Maria Restituta, Nezvalova 13

 

Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs

Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs

Das berühmt-berüchtigte Kaunitzer Studentenheim in Brünn erinnert an die Leiden tausender Menschen, die dort in den nazistischen Okkupationsjahren inhaftiert waren. Hunderte von Widerstandskämpfern und tschechischen Patrioten kamen dort gewaltsam ums Leben. Nach dem Kriegsende setzte sich das Leiden bis zum Herbst 1945 fort, als hier wiederum Brünner Deutsche inhaftiert waren.

Unter Teilnahme der Gäste aus Deutschland wird hier der Opfer des Zweiten Weltkriegs gedacht.

18:00 Kaunitzer Studentenheim, Králova 45

Lesung und Gespräch mit Ursula Wiegele

Lesung und Gespräch mit Ursula Wiegele

Die österreichische Autorin Ursula Wiegele wurde im Rahmen des Festivals Meeting Brno zu einem Schreibaufenthalt nach Brünn eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Österreich Institut Brno veranstalten wir ein Gespräch mit der Autorin, die uns von ihrem beruflichen Werdegang sowie von ihrer Arbeitsmethode und ihren Romanfiguren erzählt. Sie liest auch aus ihrem frisch erschienenen Roman Arigato, der u. a. das Schicksal der deutschsprachigen Minderheit im italienischen Kanaltal behandelt.
Moderation: Zuzana Fuksová

Die Veranstaltung findet in tschechischer und deutscher Sprache statt.

Eintritt frei

In Zusammenarbeit mit dem Österreich Institut Brno.

17:00 Österreich Institut, Moravské nám. 15

Eröffnung des Löw-Beer-Themenweges mit einem Konzert im Tugendhat Haus

Eröffnung des Löw-Beer-Themenweges mit einem Konzert im Tugendhat Haus

Lernen Sie die Familie kennen, die nicht nur das Tugendhat Haus errichtete, sondern auch jene Fabrik, die dank Steven Spielbergs weltberühmtem Film Schindler´s Liste als „Schindler´s Arche“ bekannt wurde. Daniel Low-Beer, der Mitautor des neuen Löw-Beer-Themenweges, stellt die ersten zwei Stationen vor – zwei  mit dem Schicksal seiner Familie eng verbundene Bauten. Von der Villa Löw-Beer geht es in das Tugendhat Haus, wo ein Kammermusikkonzert aufgeführt wird.
Nach dem Konzert sind Sie zu einem informellen Umtrunk mit den Teilnehmern eingeladen.

Konzertprogramm:
Leoš Janáček: Sonate für Violine und Klavier
Erwin Schulhoff: Suite für Violine und Klavier – Auswahl

Mit:
Jana Vonášková-Nováková – Violine
Libuše Pančochová – Klavier

Die Veranstaltung findet auf Englisch mit tschechischer Übersetzung statt.

Kapazität ist voll! Danke für Ihr Verständnis.

19:00 Beginn vor der Villa Löw-Beer, Drobného 22

ABGESAGT- Autorenlesung und Diskussion mit Thomas Keneally

Autorenlesung und Diskussion mit Thomas Keneally – abgesagt

Thomas Keneally, the author of the novel on which the film Schindler’s List was based, who was to be our honoured guest of the festival, is unfortunately unable to attend due to the limitations linked with the coronavirus pandemic. Despite this setback, Thomas will be with us in spirit as we invite you to the Friday and Saturday programme dedicated to the story of “Schindler’s Jews” and the factory in Brněnec.

Dem tschechischen Publikum wird zum ersten Mal die Möglichkeit geboten , dem Autor der Buchvorlage des Films Schindlers Liste zu begegnen. Der australische Prosaautor und Dramatiker Thomas Keneally (1935) liest aus seinem Roman Schindler´s Ark (1982), der den bedeutenden Man Booker-Literaturpreis gewann. Nach dem Romanstoff entstand die mit einem Oscar ausgezeichnete Verfilmung von Steven Spielberg. Anschließend wird es eine Diskussion mit dem Schriftsteller geben.  

Die Veranstaltung findet auf Englisch mit tschechischer Übersetzung statt.

Eintritt frei

14:00 Villa Löw-Beer, Drobného 22

Kathedrale und Moschee. Interreligiöser Dialog.

Kathedrale und Moschee. Interreligiöser Dialog.

In der künftigen Metropole Ägyptens, an der Peripherie des alten Kairo, wurde im letzten Jahr eine große koptische Kathedrale eröffnet. Und am gleichen Tag die größte Moschee im Nahen Osten. Ein außergewöhnlicher Ausdruck der Sehnsucht nach Versöhnung.
Wie unterstützen Ägypten, Israel und die Tschechische Republik das Zusammenleben verschiedener Religionen?

Es diskutieren:
E. Saïd Hindam – Botschafter der Arabischen Republik Ägypten in der Tschechischen Republik
Daniel Meron – Botschafter des Staates Israel in der Tschechischen Republik
Tomáš Petříček – Außenminister der Tschechischen Republik

Moderation:
Martina Viktorie Kopecká – Pfarrerin der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche, Presidentin des Meeting Brno Festivals
David Macek – Soziologe und Therapeut

Die Veranstaltung findet in tschechischer und englischer Sprache statt.

Eintritt frei

19:00 Augustinerabtei, Mendlovo náměstí 1

Wie die Tschechen der Welt den Mundschutz aufgesetzt haben. Reflexionen der Corona-Zeit.

Wie die Tschechen der Welt den Mundschutz aufgesetzt haben. Reflexionen der Corona-Zeit.

Auch in bewegten Krisenzeiten kann man handeln. Unsere tschechischen Gäste, die dieses Jahr aus der Reihe getanzt sind und versucht haben, der Welt zu helfen, erzählen uns von ihren Erfahrungen.
Die Präsidentin des Festivals Martina Viktorie Kopecká im Gespräch mit dem Berater und Publizisten Petr Ludwig und mit Geschäftsmann, Politiker und Philanthrop Martin Hausenblas.

Die Veranstaltung findet in tschechischer Sprache statt.

Eintritt frei

19:00 Augustinerabtei, Mendlovo náměstí 1